Eine WPC-Terrasse für ein Leben lang

Was gibt es schöneres auf einer Terrasse oder einem Balkon, als einen gepflegten Boden der das Gesamtbild optisch perfekt macht? Doch auch wer für sich entschieden hat, dass der Terrassenboden stiefmütterlich vernachlässigt wurde und nun eine repräsentative Terrasse für viele schöne Sonnenstunden her muss, hat die Qual der Wahl. Welcher Boden soll es sein – Stein oder Holz? Wer einmal mit Schuhe-gequälten Füssen über einen warmen Terrassenholzboden barfuß gelaufen ist, würde sich wahrscheinlich am liebsten für Holz entscheiden – wenn da nicht das Problem der Witterung wäre. Sonne, Regen, Kälte und Wärme hinterlassen ihre Spuren. Holz muss mindestens einmal jährlich behandelt werden. Das ist mühsam und neben der körperlichen Anstrengung kommt der reizende Geruch der Beize oder Öle. Die Terrasse ist dann für die nächsten 2 Tage nicht begehbar.

WPC Terrassendielen – Holz und Kunststoff vereint

Doch es gibt Abhilfe! WPC Terrassendielen (Wood Plastic Composites) vereinen Holz und Kunststoff in sich. Die Terrasse erhält so einen charmanten Holz-Charakter und behält ohne jährliche aufwendige Behandlungsrituale seine Form, Farbe und Oberflächenstruktur – keine verzogenen Holzdielen, keine grauen und porösen Oberflächen oder Splitterbildungen! Eine WPC Terrasse ist dankbar. Bei Verschmutzungen fegen Sie die Terrasse ganz normal ab und wischen den Boden wie gewohnt mit Wasser. Sie können gegebenenfalls auch einen leichten Reiniger beigeben. Bei stärkeren Verunreinigungen können Sie auch einen Hochdruckreiniger verwenden. Grundsätzlich sind allgemeine Flecken aufgrund des Kunststoffanteils leicht zu entfernen.
Natürlich ist der Einsatz von WPC auf der Terrasse Geschmacksache. Wer echtes Lärchenholz bevorzugt, sollte zu einheimischem Terrassenholz greifen.
Der Umwelt zuliebe: WPC Terrassendielen werden unter anderem aus Holzspäne hergestellt, die bei der Holzindustrie als Abfall- oder Nebenprodukt entstehen. Es werden also keine Bäume für die Herstellung gefällt. Zudem sind diese Dielen zu 100% recyclebar!Doch wer sich für WPC entscheidet muss nicht über Recycling nachdenken. Sie entscheiden sich hier für ein Produkt, an welchem Sie auf Lebenszeit Ihre Freude haben werden.

Einfacher Zusammenbau

WPC Terrassendielen können durch ein cleveres Click-System zusammen gebaut werden. Sie benötigen keine Handwerklichen Kenntnisse oder teure Handwerker. Ein gerader, ebener Untergrund muss gegeben sein – diesen Untergrund können auch alte Gehwegplatten bieten. Es ist nur wichtig, dass sie ebenmäßig liegen. Ein Kiesbett kann auch den nötigen Untergrund schaffen. Hier rauf kommt die Unterkonstruktion, welche im besten Fall ebenfalls aus WPC besteht. Das Untergestell sollte eine engere Konstruktion sein, als bei einem Holzgestell, damit die WPC Terrassendielen weniger Spielraum zum Nachfedern haben, wenn man den Boden betritt. Die Dielen werden auf das Untergestell mit den dazugehörigen Halteclips befestigt.

WPC Terrassendielen – Die Vorteile und Nachteile

Im Zusammenhang mit einer komfortablen und fußgerechten Ausstattung der Terrasse haben die Hersteller spezielle Dielenelemente in ihrer Produktpalette integriert, die als WPC Terrassendielen bezeichnet werden. Diese Dielenvariante wird neben den massiven Holzdielen für die Terrassenausstattung in breitem Umfang zur Verfügung gestellt.
Grundsätzlich unterscheiden sich die jeweiligen Erzeugnisse ganz maßgeblich in deren materialbezogenen Eigenschaften, den verlegetechnischen Voraussetzungen, den Anschaffungskosten und praktischen Gebrauchsmerkmalen voneinander. Bei Fertigung der WPC-Terrassendielen kommt es zu einer Vermischung oder Kombination aus unterschiedlichen Anteilen von Holz sowie speziellen Kunststoffen, die im Endresultat zu den Wood Polymer Compositionen dieser Terrassenbeläge führt. Diese Dielenverarbeitungen sind vielfach auch als Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe bekannt.

WPC – Holz und Kunststoff

Im Gegensatz zu hochwertigen und umweltgerecht recycelbaren massiven Holzbelägen in Form von Dielen für die Holzterrasse bestehen die Holz-Kunststoffdielen zu etwa 75 Prozent aus dem Rohstoff Holz und zu etwa 25 Prozent aus sogenannten sortenreinen synthetischen Industriepolymeren und Additiven. Um eine verbesserte Struktur der Oberflächen zu erzielen, erfolgt eine Ummantelung der einzelnen Holz-Kunststoffdielen mit einem speziellen künstlichen Material. WPC Terrassendielen sind in unbeschichteter Variante bei weitem nicht so wasserabweisend wie natürliches Massivholz. Lediglich eine starke Ummantelung der WPC Elemente dient als effizienter Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit. Viele Terrasseneigentümer sind überrascht, dass Dielen aus einer Kombination Holz und Kunststoff auch ungünstige Beschaffenheiten der Oberflächen aufweisen. Zwar sind diese Produkt trittsicher, jedoch zeigen sich nach einiger Zeit deutliche Farbveränderungen durch UV-Licht.

Nachteile von WPC Terrassendielen

Ein Nachteil der Terrassendielen aus einem Holz-Kunststoff Composit ist auch deren Haltbarkeit. Die Lebensdauer dieser Dielenart für die Terrassenausstattung ist nicht unbedingt so lange, wie man aufgrund der Materialkombination annehmen könnte. Witterungseinflüsse wie Regen, UV Strahlung und auch der Temperaturunterschied können die DIelen auf lange Sicht beschädigen. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass die mit Kunststoff gefertigten Dielen für die Holzterrasse häufig einen Hohlraum aufweisen. Dadurch sind sie weniger stabil als Modelle aus Holz.
Terrassendielen aus Kunststoffbrettern wirken je nach Farbgebung nicht immer wie natürliches Holz.

Optisch ist Holz immer noch die bessere Wahl

Typische Farben für WPC Terrassendielen sind neben künstlichem Grau und Mahagoni abgestufte Brauntöne. Nur schlecht können die typischen optischen Merkmale wie Maserung oder Asteinschlüsse mit Kunststoffkombinationen realisiert werden. Beim genauen Hinschauen zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen WPC Terrassendielen und Dielen aus massiven Holzbrettern. Für Terrassenbesitzer, die gern das naturbelassene Flair ihrer Terrasse unterstreichen möchten, sind diese WPC Kunststoffdielen eher nicht zu empfehlen. Kein Material hat so markante Farben wie massives Holz aus heimischen Wäldern. Darüber hinaus zeichnet sich etwa Lärchenholz durch seine Langlebigkeit aus, und ist auch als Terrassenholz gut zu verarbeiten.