Rattan Gartenmöbel überwintern

Gartenmöbel aus empfindlichem Rattan sind nicht nur sehr schön anzusehen, sondern leider auch relativ witterungsanfällig, insofern sie aus Holzrattan und nicht aus Polyrattan bestehen.Polyrattan Möbel für dem Garten sind extrem pflegeleicht, allerdings ist es auch fühlbar, dass es sich nicht um echtes Holz handelt, was allgemein als weniger angenehm empfunden wird. Deshalb zurück zum natürlichen Rattan aus dem Stamm der Rattanpalme.

Rattan Gartenmöbel

Rattan Gartenmöbel - Foto: burgermac (flickr.com)

Es gibt diverse Möglichkeiten Rattan Gartenmöbel zu überwintern, die wir Ihnen gerne näher bringen möchten.

Rattan Gartenmöbel im Freien überwintern

Im Freien, also ohne Überstand, Überdach oder ähnlichem gibt es die folgenden Möglichkeiten:
Zum einen ist es möglich die Möbel einfach an Ort und Stelle im Garten stehen zu lassen, und diese mit passgenauen Kunststoffbespannungen des jeweiligen Herstellers zu bespannen und so vor dem Eindringen des Wassers zu schützen, zum anderen gibt es aber auch die wesentlich günstigere Variante aus dem Baumarkt um die Ecke. So kann man beispielsweise diese extrem widerstandsfähigen Folien bzw. Planen zur Abdeckung von Sandkästen oder ähnlichem benutzen die im Gegensatz zu speziellen Maßanfertigungen zwar nicht ganz so ansehnlich sind, aber auch nur einen Bruchteil kosten. Empfehlenswert ist zusätzlich auch eine Folie auf der Unterseite, quasi als Unterlage, damit die Standfüße des Mobiliars keinen Schaden nehmen, also nicht aufquellen, morsch oder brüchig werden. Eine anderen Möglichkeit wären Keile aus Kunststoff oder Abfallholz, die unter die zu schützenden Füße geschoben werden, und so die Feuchtigkeit bzw. das stehende Wasser abbekommen und die schönen Rattanmöbel für den Garten unbeschadet bleiben.

Rattan Gartenmöbel im geschlossenen Raum überwintern

Dies ist wohl die einfachere Lösung, benötigt jedoch mehr Stauraum und ist eventuell mit größeren Kosten bzw. größerem Aufwand verbunden. Die beiden besten und zugleich günstigsten Lösungen in diesem Bereich wären der heimische Keller bzw. eine Garage, da hierbei kein neuer Stauraum geschaffen werden muss. Auch Gartenhütten und Gerätehäuser sind geeignet, wenn diese auch im Winter trocken sind. Dies hat den Vorteil das der vorhandener Stauraum, der zuvor eventuell ungenutzt war keine weiteren Kosten verursacht. Falls weder Garage noch Keller in Frage kommen ist die Anschaffung einer eigenen Gartenhütte zu empfehlen, da diese meist schnell und einfach montiert werden kann und zusätzlich Platz für Gartenwerkzeug, Rasenmäher, Werkzeug usw. bietet. Gartenboxen beispielsweise aus Holz oder Kunststoff eigenen sich ebenfalls, wenn sie in hinreichender Größe verfügbar sind und weniger wert auf Optik gelegt wird. Von der Version aus Plastik rate ich allerdings ab, da eine “riesige Kunststoffbox” im Garten weniger schön an zu sehen ist als eine Holzbox oder eine Gartenhütte.

Der Garten im Winter

Wenn im Garten die letzten nicht winterharten Gemüse und Salate geerntet wurden, die Beete für das nächste Jahr umgegraben sind und über frostgefährdeten Pflanzen Mulch, Kompost und Reisig verteilt ist, dann kann der Winter kommen.
Bringt er viel Schnee, gibt es zwar wieder Arbeit, aber zumeist überwiegt doch noch die Freude über die schöne, saubere, weisse Decke.
Wir versuchen, möglichst wenig über den schneebedeckten Rasen zu gehen, wenn Koniferen und immergrüne Sträucher von der schweren Schneelast befreit werden müssen.

Der Schnee schützt die Pflanzen vor dem Frost

Für die meisten Pflanzen ist der Schnee sehr willkommen, er hält höhere Frostgrade fern und die Erde gleichmäßig feucht. Erst wenn die weisse Pracht wieder schmilzt, zieht die Nässe in den Boden und weckt die Lebensgeister der Pflanzen.
Kommt aber der Winter ohne oder nur mit wenig Schnee, müssen alle Abdeckungen gegen Frost laufend kontrolliert werden. Der Wind kann sie abreissen oder verstreuen und die Pflanzen trocknen aus. Immergrüne müssen bei offenem, frostreiem Wetter gründlich gewässert werden, die meisten Frostschäden sind nämlich Schäden, die durch Wassermangel entstehen. Den gefrorenen Rasen sollte man auch jetzt möglichst nicht betreten.

Garten im Winter

Der Garten im Winter - Foto: distar97 (flickr.com)

Im Winter sollte man auch an die gefiederten Freunde denken, die im Sommer so fleissig die Schädlinge im Garten vertilgt haben. Bei Schnee und Frost leiden sie echte Not und sind auf Fütterung angewiesen. Nie Abfälle aus der Küche verfüttern, sondern nur ausgewogenes Vogelfutter, sonst werden sie krank statt satt. Jetzt ist auch die Zeit, in der Gärtner Pläne für die nächste Gartensaison machen und ihre Samenvorräte kontrollieren.
Bei Kübelpflanzen muss die Feuchtigkeit überprüft werden, auch die Temperatur im frostfrei gehaltenen Gewächshaus ist laufend zu überwachen. Manchmal haben Schnecken in den Töpfen den Weg ins Gewächshaus gefunden. Sie müssen möglichst sofort bekämpft werden, ehe sie Eier ablegen.

Den Gemüsegarten nicht mit Folie schützen

Im Gemüsegarten ist bei überwinternden Kulturen eine leichte Reisigdecke oder ein Vlies vorzuziehen. Folie fördert Grauschimmel oder andere Pilzkrankheiten. Das Hochbeet wird am besten auch mit einem Vlies abgedeckt, oder mit einem Deckel aus Kunststoff geschützt.
Schwieriger wird es bei den vielen Zierpflanzen, die aus den unterschiedlichsten Klimazonen zu uns kommen. Da sind die rechst robusten Kletterrosen. Trotzdem erfrieren manchmal ihre langen Ranken. Hatten sie genügend Feuchtigkeit, ist der Schaden darauf zurückzuführen, dass die frühe Februarsonne sie zu früh geweckt hat. Man schützt sie also weniger gegen Kälte als vor der Sonne und beschattet sie mit Fichten-oder Eibenzweigen, die man am Klettergerüst mit festbindet. Immergrüne ertragen Frost relativ gut, wenn der Boden feucht genug ist. Wässern, wenn der Boden nicht gefroren ist, und eine Mulchdecke aus Laub hilft ihnen, den Winter heil zu überstehen.
Viele Stauden oder Zwiebelpflanzen leben dicht unter der Erde oder wurzeln flach. Sie lieben eine leichte Laubschicht, befestigt mit wenig Kompost, damit der Wind sie nicht wegweht.
Manche Obstarten müssen gegen austrocknende Winde, Sonne und Frost geschützt werden. Da hilft nur eine richtige “Verpackung”. Netze oder Sackleinwand, ausgestopft mit Stroh oder grobem Laub, geben guten Schutz.

Die Terrasse im Winter für das Frühjahr planen

Auch wenn der Winter langsam seine ersten Spuren am Morgen in unsere Gärten zaubert, und die Zeit für lange gemütliche Abende auf der Terrasse fern scheint – der nächste Frühling kommt bestimmt! Und klug ist, wer vorbaut; im wahrsten Sinne des Wortes. Nützen Sie die langen Winterabende und machen Sie sich Gedanken über Ihren persönlichen Traum einer Terrasse. Wie sollte Sie aussehen, Ihre persönliche Wohlfühlinsel vor Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung? Wie stellen Sie sich den Platz vor, an dem Sie sich nach getaner Arbeit vom Alltagsstress oder nervigen Kollegen entspannen wollen? Wie sieht der Ort aus, an dem Sie Ihre Wochenenden verbringen möchten? Vielleicht planen Sie auch gerade Ihren nächsten Sommerurlaub – wie wäre es mal mit Urlaub auf Balkonien, auf Ihrer Traumterrasse? Dazu sind aber einige Vorbereitungen nötig:

Als erstes müssen Sie sich Gedanken über die Basis Ihrer Terrasse machen, nämlich den Boden. Stein, Holz oder Rasenteppich? Letzteres können Sie getrost als Scherz ansehen…

Die Holzterrasse mit allen Sinnen genießen

Holz Terrasse

Eine Holzterrasse lädt zum Entspannen ein

Seit einiger Zeit stark im Trend liegt Holz. Das samtige Gefühl wenn Sie Ihre Terrasse barfuß betreten, und die thermischen Eigenschaften des Holzes sprechen eindeutig dafür, Ihre Terrasse mit einem Holzboden auszustatten. Egal ob an regnerischen Tagen, bei kaltem Wetter oder im Hochsommer wenn die Sonne auf Ihre Terrasse brennt – ein Holzboden ist immer wohl temperiert und angenehm zu betreten.

Wenn Sie nicht viel Zeit in die Pflege Ihres Terrassenbodens investieren wollen, bietet sich vor allem Lärchenholz als Baustoff an. Das Holz der Lärche wandelt im Laufe der Jahre Ihre Farbe vom herrlichen Hellbraun hin zu einem edlen Silber und bleibt somit über lange Zeit auch für das Auge attraktiv. Mit einfacher Seifenlauge, können Sie Ihre Holzterrasse im Frühling wieder von Ruß und Staub befreien, bevor die Sitzgarnitur wieder aufgestellt werden kann und Kübelpflanzen oder Dekorartikel Ihrer persönlichen Wohlfühloase den letzten Schliff geben. Besonders passend für eine moderne Holzterrasse mit Asia Flair sind unterschiedliche Gräser und Bambusgewächse in erdfarbenen Übertöpfen, Buddha Statuen, Holzlaternen und (ganz wichtig) eine bequeme Holzliege mit einer weichen farblich passenden Auflage. Als Tupfen auf das i können Sie zum Schluss noch ein kleines Windspiel an Ihrer Terrasse anbringen und fortan nur noch den neuen Open Air Wohnraum genießen.

Den Garten für den Winter vorbereiten

Die Tage werden immer kürzer und doch gibt es im Garten noch einiges zu tun. Wenn die Nächte kalt werden und und der Frost Wiese und Sträucher mit Kristallen verziert müssen vor allem Zimmerpflanzen, die bis jetzt Balkon und Terrasse geschmückt haben in die warme Stube zurück.

Schützen Sie die Wasserleitungen vor Frost

Auch Gartenwasserleitungen müssen vor den Minusgraden geschützt werden. Entleeren Sie die Leitungen, damit diese durch gefrorenes Wasser keinen Schaden nehmen. Räumen Sie auch Gartenschläuche weg und hängen Sie Gießkannen verkehrt herum, damit sich darin kein Niederschlag sammeln kann und sie bei Minusgraden nicht springen.

Auch Planzen brauchen im Herbst etwas Aufmerksamkeit

Gartenarbeit im Herbst

Gartenarbeit im Herbst

Nun können Sie auch Ihren Komposthaufen entleeren und das schwarze Gold unter Bäumen, Sträuchern und in Staudenbeeten aufbringen. Rosen sollten Sie wenn möglich auch damit anhäufeln, so kann die Veredelungsstelle geschützt werden. Sollten Sie nicht genügend Kompost zur Verfügung haben, können Sie die Rosen auch mit Tannenreisig bedecken. Bambus sollte zusammengebunden werden, damit er durch eventuelle Schneelast keinen Schaden nimmt und die einzelnen Triebe nicht knicken. Sollte in Ihrer Region ein eher trockenes, kaltes Klima herrschen, sollten Sie den Bambus in den Mittagsstunden gießen, denn er braucht auch im Herbst und Winter ausreichend Wasser. Ziergräser binden Sie am besten mit breiten Jutebändern oder Spagat zusammen, das schützt das Gras und sieht auch sehr dekorativ aus. Erst im Frühjahr schneiden Sie die Gräser ungefähr zehn bis zwanzig Zentimeter vom Boden herauf ab, damit sich die jungen Triebe gut entfalten können. Blühende Sträucher wie Forsythien sollten Sie erst nach der Blüte also im Frühjahr scheiden, da Sie sonst die Blütenstände vorab entfernen würden. Dasselbe gilt auch für Weiden. Würden Sie Weidengewächse im Herbst zurückstutzen, würden Sie sich um eine herrliche Osterdekoration mit Palmkätzchen Zweigen bringen.

Topfpflanzen, die im Sommer im Garten oder auf der Terrasse gestanden sind, sollten im Winter in einem Wintergarten oder in einem hellen Kellerraum gelagert werden.

Den Gemüsegarten im Herbst belüften

Auch der Gemüsegarten will im Herbst nochmals bearbeitet werden bevor die Winterruhe einkehrt. Bei lehmiger Erde sollten Sie die Gemüsebeete noch einmal umgraben. Kompost bringen Sie aber erst im Frühjahr auf. Humusreiche Böden brauchen Sie hingegen nur mit einer Grabgabel lockern. Dazu stechen Sie mit der Gabel in die Erde, drehen und rütteln etwas am Griff damit der Boden belüftet wird, die Erdschichten aber gleich bleiben.

Gute Tipps zum Thema Garten im Winter gibt es bei “Der Natur auf der Spur