Hochbeete bringen viele Vorteile in den Garten

Wurden Hochbeete noch vor einigen Jahren in einen hinteren Winkel des Gartens verbannt, so stellt man sie heutzutage gerne zur Schau: sie sind zur Zierde geworden, zum Stolz eines jeden Gartenliebhabers.
Das Hochbeet schont nicht nur den Rücken des Gärtners, es ist auch ein wahres Schmuckstück. Eigentlich haben sie viele Vorteile und genau genommen keinen einzigen Nachteil.

Zwei Hochbeete

Hochbeete sind ideal für Salat - Foto: MuddyBones (Flickr)

Hochbeete sind nicht nur platzsparend und sehr praktisch, sondern sie übernehmen mit ein bisschen Fantasie des geschickten Hobby-Handwerkers auch ohne weiteres ästhetische Aufgaben: als Trennelement hin zu anderen Anbauflächen oder hin zum Ziergarten oder als Abgrenzung und hübsch anzusehendes Küchenbeet zwischen Wohnbereich (z.B.Terrasse) und Garten.
Der Herbst ist eine gute Zeit, um ein Hochbeet zu planen und den Aufbau auch noch durchzuführen, denn Gartenabfälle aus Baum- und Heckenschnitt sind um diese Jahreszeit meist in jedem Garten reichlich vorhanden.
Mit ein bisschen handwerklichem Geschick ist der Bau, wie schon eingangs erwähnt, keine Hexerei.
Der Rücken wirds als Erster danken, weil man sich nicht mehr bücken muss und im Stehen seinem Hobby nachgehen kann.

Pflanzen lieben Hochbeete

Die Pflanzen, welche auch immer, haben mit dem Hochbeet ohnehin die helle Freude.
Der Aufbau aus ausschließlich organischem Material, also aus Ästen und Zweigen von Bäumen, Gebüsch und Stauden, aus Rasenschnitt, Laub, Kompost und Gartenerde führt zu einem besonders langsamen Verrottungsprozess und bringt damit viel natürliche Wärme für Aussaat und Pflanzen.
Das Beet wärmt sich dabei von innen her auf und das Angebot an Nährstoffen ist dadurch um vieles höher. Auf diese Weise wachsen die Pflanzen nicht nur schneller, sie können auch viel zeitiger im Frühjahr ausgesät oder ausgepflanzt werden. Schafft man für das Hochbeet ein durchsichtiges “Dach” an, so ist eine Ernte bis weit in den Herbst und Winter hinein möglich. Für wärmeliebendes Gemüse (Tomaten, Paprika, Kürbis, Zucchini u.a.) ist ein Hochbeet überhaupt ein kleines Paradies.

Schädlinge haben im Hochbeet keine Chance

Lästige Schädlinge haben´s dafür umso schwerer: Wer am Boden des Hochbeetes ein “Hasengitter” einzieht, hält damit Maulwürfe und Wühlmäuse fern.
Die vom Hobbygärtner so sehr gefürchteten Nacktschnecken schaffen kaum den Weg hinauf und wenn doch, lassen sie sich auf der überschaubaren, aber umso intensiver genutzten Anbaufläche wirklich sehr leicht in Schach halten.Auch ein Schneckenzaun lässt sich einfach anbringen.

Da das Hochbeet so intensiv genutzt wird, ist die Einhaltung der Mischkultur, also auch einer durchdachten Fruchtfolge, wichtiger als im normalen Gemüsebeet.
Das heisst: die in Gruppen gepflanzten Starkzehrer (Tomaten, Gurken), Mittelzehrer (Karotten, Zwiebeln) und Schwachzehrer (Salate, Spinat) werden möglichst in Gruppen gepflanzt und deren Pflanz-bzw. Aussaatplatz wird von Jahr zu Jahr gewechselt.
Dazwischen können Kräuter, Erdbeeren, Ringelblumen oder auch Kapuzinerkresse eine dekorative Grenze bilden.

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