Gartenkresse und Liebstöckel – Saisonbeginn im Garten

Der März ist der klassische Monat für den Beginn der Feld- und Gartenarbeit und die meisten Hobbygärtner können es kaum erwarten, endlich wieder loslegen zu dürfen. Es gibt ja so viel zu tun! Jetzt können die neuen Ideen, die sich im Laufe des Winters angesammelt haben, in die Tat umgesetzt werden.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen, der erste Schneeglöckchen-Strauß und der Gesang der Amseln in den frühen Morgenstunden machen unmissverständlich klar: Alle Zeichen stehen nun auf Frühling!

Der erste Gartenrundgang im März

Möglicherweise kann beim ersten Gartenrundgang sogar schon etwas geerntet werden, wie zum Beispiel einige Blättchen der Petersilie (Petroselinum crispum), die als zweijährige Pflanze den Winter meist gut übersteht. Jetzt, in der vitaminarmen Zeit, sind das wahre Schätze und eine Speise mit frischen Gartenkräutern ist eine Köstlichkeit.

Viele Kinder freuen sich besonders, endlich wieder in der Erde graben zu können und helfen auch begeistert mit, wenn es darum geht, die Beete mit den ersten Pflanzen des neuen Gartenjahres zu bestücken. Für die meisten Gewächse ist es noch zu früh, denn es besteht weiterhin Frostgefahr. Aber einige besonders robuste Vertreter unter ihnen dürfen jetzt schon ins Freiland und liefern bald vitaminreiches Grün für die Küche.

Schnell und anspruchslos: Gartenkresse

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Ein Brot mit Gartenkresse – Foto: © unpict – Fotolia.com

Die Gartenkresse (Lepidium sativum) eignet sich hervorragend zur Zimmerkultur und ist ideal für die ersten Anbauversuche kleiner Nachwuchs-Gärtner, die es ja bekanntlich immer besonders eilig mit der Ernte haben.

Auch im Freiland kann dieses anspruchslose Würzkraut bereits ab März ausgesät werden. Salate, Brotaufstriche, Quark und Eierspeisen erhalten durch die jungen Blätter ein angenehmes, leicht scharfes Aroma und werden mit zusätzlichen Vitaminen aufgewertet.

Auch für Balkongärten: Steckzwiebeln

Steckzwiebeln (Allium cepa) sind schon im März erhältlich und dürfen bereits in den Garten hinaus. Sie lassen sich kinderleicht in die Erde bringen und liefern schon bald frischen Lauch, dessen Geschmack besonders gut zu Butterbroten, Kräuterquark oder Rühreiern passt.

Auch Balkongärtner können sich so leicht mit frischem Grün versorgen, denn Steckzwiebeln gedeihen ziemlich problemlos in Töpfen, Kästen und Kübeln. Allerdings mögen sie keine Staunässe und brauchen einen sonnigen Standort sowie lockeren, durchlässigen Boden.

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Verschiedene Küchenkräuter – © Barbara Pheby – Fotolia.com

Schnittlauch und Liebstöckel – Würzige „Frühaufsteher“

Ziemlich früh im Jahr beendet der Schnittlauch (Allium schoenoprasum) seinen „Winterschlaf“. Wenn er die ersten Blattspitzen aus der Erde streckt, können es viele Menschen kaum erwarten, endlich wieder einen leckeren Kräuterquark damit zu würzen.

Ungefähr zur selben Zeit gibt es oft schon junge Blätter vom Liebstöckel (Levisticum officinale), das auch als „Maggikraut“ bekannt ist, zu ernten. Hier werden wirklich nur minimale Mengen benötigt, denn das neu ausgetriebene Kraut hat einen äußerst intensiven Geschmack, der schnell als zu stark und unangenehm empfunden wird. Die frischen Blätter verleihen Suppen und Eintöpfen einen typischen, kräftigen Geschmack.

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