Dahlien – die „Königinnen des Herbstes“

In den herbstlichen Beeten blühen sie mit Astern und Chrysanthemen um die Wette. Kaum ein Garten kommt ohne sie aus, denn der Farb- und Formenreichtum der Garten-Dahlien (Dahlia-Hybriden) scheint unerschöpflich zu sein.

Historisches zu den Dahlien

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Rote Dahlien – Foto: eisy_soeren, flickr.com

Sie wurden nach einem Schüler Linnés, dem finnisch-schwedischen Botaniker Dr. Andreas Dahl (1751-1789), benannt. In manchen Gegenden heißen die Dahlien auch „Georginen“.

Dieser Name ist jedoch nicht so geläufig. Mexiko ist die Heimat dieser attraktiven Kulturpflanzen. Allerdings sind die heutigen Hybriden, die als Kreuzungen aus den ursprünglichen Arten entstanden, um ein Vielfaches prächtiger als ihre Ahnen. Bereits bei den Azteken waren die Dahlien beliebt. Es existierten schon damals mehrere Sorten. 1790 blühten im Botanischen Garten von Madrid die ersten Dahlien Europas. Von dort aus traten sie ihren Siegeszug durch die Gärten und Parkanlagen des Kontinents an. Intensive Zuchtarbeiten begannen und zahlreiche „Dahlien-Vereine“ wurden gegründet.

Unterschiede bei den Blüten

Trotz großer Unterschiede im Bau der Blüten gibt es auch wiederkehrende Merkmale, so dass sich die Dahlien in bestimmte Klassen einteilen lassen. Die drei Hauptgruppen bestehen aus den einfach blühenden, den halb gefüllten und den gefüllten Züchtungen. Innerhalb dieser Hauptgruppen gibt es weitere Unterteilungen mit sehr bildhaften Namen, wie zum Beispiel die „Päonienblütigen Dahlien“, die „Halskrausen-Dahlien“, die „Kaktus-Dahlien“, die „Schmuck-Dahlien“ und die „Pompon-Dahlien“.

Lange Blütezeit

Die farbenfrohen Gewächse haben eine erfreulich lange Blütezeit. Von Juli bis Oktober zieren sie die Beete in Privatgärten und öffentlichen Pflanzungen. Dahlien sind traditionelle Bauerngarten-Pflanzen. Sie eignen sich beispielsweise gut für die Pflanzung an Zäunen. Hier erhalten die hohen Stängel eine zusätzliche Stütze, denn viele Sorten neigen leider zum Umfallen. Dahlien lassen sich hervorragend mit Gräsern, wie Calamagrostis, Miscanthus oder Panicum, kombinieren. Aber auch diverse Stauden und Sommerblumen eignen sich gut als pflanzliche Nachbarn. Verwelktes sollte regelmäßig entfernt werden. Das fördert die Blütenpracht.

Vermehrung und Pflege von Dahlien

Dahlien lassen sich im Frühjahr durch Teilung der Knollen vermehren. Sie benötigen zwar ausreichend Wasser, Staunässe bekommt ihnen jedoch nicht gut. Am besten gedeihen die Pflanzen auf tiefgründigem, nährstoffreichem, durchlässigem Boden in einer warmen, sonnigen und geschützten Lage. Nach dem ersten leichten Frost sollten die Knollen ausgegraben und ungefähr 6 cm des Stiels daran belassen werden. Zum Überwintern werden diese an einem frostfreien Ort gelagert. Sie können im kommenden Mai, wenn kein Bodenfrost mehr droht, wieder ausgepflanzt werden.

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