Flieder – Optik und Duft zeichnen ihn aus

„Vollfrühling“ heißt die Zeit, die im phänologischen Kalender unter anderem durch die Blüten des Gewöhnlichen Flieders gekennzeichnet wird. Bevor die Pflanze selbst zu sehen ist, verrät sie sich zur Blütezeit meist schon durch ihren betörenden Duft. Der „Wonnemonat“ Mai wäre ohne dieses charakteristische Gehölz um einen Gartenhöhepunkt ärmer!

Der Flieder stammt aus Südosteuropa

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Flieder – Foto: © Olivier Le Moal – Fotolia.com

Der Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) gehört der Familie der Ölbaumgewächse an. Als er aus seiner südosteuropäischen Heimat nach Wien gelangte, wurde er dort zunächst als „Türkischer Holler“ bezeichnet. Im Niederdeutschen heißt der Holler bzw. Holunder auch Flieder.

Dieser Name setzte sich letztlich durch und hat bis heute überdauert. Das sommergrüne Gehölz entwickelte sich zu einer beliebten Zierpflanze, die häufig in Gärten oder Parkanlagen zu finden ist. Im Laufe der Zeit entstand eine Vielzahl von Kulturformen. Die Farbpalette der hauptsächlich im Mai erscheinenden Blüten umfasst weiße und cremefarbene sowie hell-violette bis dunkel-purpurne Töne.

Schön und sehr pflegeleicht

Flieder ist recht pflegeleicht und gehört zu den Gehölzen, die nur hin und wieder etwas ausgelichtet werden müssen. Ein jährlicher Schnitt ist nicht zwingend notwendig. Vertrocknete Blütenstände können entfernt werden. Das kommt der Blühleistung der Pflanze im nächsten Jahr zugute, denn auf diese Weise kann die Kraft eingespart werden, die ansonsten in die Samenbildung fließen würde. Ist einmal ein radikaler Rückschnitt notwendig, so wird dieser meist ganz gut bewältigt.

Wurde der Flieder auf eine Unterlage veredelt, so müssen die häufig auftretenden Wildtriebe konsequent entfernt werden. Sie entziehen der Pflanze Kraft und beeinträchtigen meist die optische Erscheinung.

Bekannte Züchter und ihre Verdienste um den Flieder

Etliche Flieder-Züchtungen des Franzosen Victor Lemoine (1823-1911) bzw. seiner Nachkommen finden auch in der Gegenwart noch Verwendung. Die traditionsreiche Späth’sche Baumschule, welche ihren Sitz in Berlin hat, leistete ebenfalls wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung des Flieders. Viele auch heute noch angepflanzte Zuchtformen entstanden bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Bewährt hat sich beispielsweise ‘Charles Joly’ mit gefüllten Blüten, die in schönstem Purpur leuchten. Gleichfalls gefüllt blüht ‘Mme Lemoine’, die bis heute eine der bedeutendsten weißen Kulturformen ist. Die alte violette Züchtung ‘Amethyst’, die als sehr robust gilt, ist der Arbeit der Gärtnerdynastie Späth zu verdanken. Stark duftende Blüten in dunklem Purpur bringt ‘Andenken an Ludwig Späth’ hervor.

Verwendung und Standort

Verwendungsmöglichkeiten gibt es viele: Beispielsweise ist dieses schöne Gewächs gut geeignet für die Integration in eine frei wachsende Blütenhecke oder zur Anpflanzung in der Nähe von Sitzplätzen. Lichte Stellen in Wäldern oder Gebüschen und warme, sonnige Kalkhänge werden am Wildstandort bevorzugt. Für eine üppige Blüte ist ein sonnendurchfluteter Platz also ideal. Halbschatten wird auch vertragen, was aber auf Kosten der Blühleistung gehen kann.

Der Boden sollte gut durchlässig sein. Die Pflanze ist hitzeverträglich und hält einiges an Minusgraden aus. Auch verschiedene Tiere interessieren sich für das Gehölz: Als Nektarpflanze ist es beispielsweise von Bedeutung für Bienen und Schmetterlinge. Außerdem ernähren sich die Raupen diverser Eulenfalter von Pflanzenteilen des Gewöhnlichen Flieders.

Magnolien – prächtige Blütengehölze im Frühlingsgarten

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Prachtvolle Magnolien – Foto: andreas_fischler, flickr.com

Prachtvolle Blütenwolken in Weiß und zarten Rosatönen zaubern Magnolien in frühlingshafte Gärten. Aber auch Gelb und Purpur bereichern mitunter die Farbpalette.

Ihre malerische Schönheit macht sie zu beliebten Ziergehölzen. Wer sie pflanzen möchte, der sollte die auffälligen Gewächse im eigenen Interesse an einer gut sichtbaren Stelle platzieren, wo sie als Solitärpflanzen ihren ganzen Charme voll zur Geltung bringen können.

 Tulpenmagnolie und Sternmagnolie

Am häufigsten sind wohl in den Gärten die Sternmagnolie (Magnolia stellata) und die Tulpenmagnolie (Magnolia x soulangiana) vertreten, deren Blüten noch vor der Blattentfaltung erscheinen. Die Sternmagnolie eignet sich auch für etwas kleinere Gärten, da sie selten höher als ungefähr drei Meter wird. Allerdings nimmt sie in der Breite manchmal eben so viel Platz ein. Bis es so weit ist, dauert es jedoch meist einige Zeit, da sie recht langsam wächst. Die Tulpenmagnolie beansprucht sehr viel Raum. Sie kann sich zu einem breit ausladenden Großstrauch entwickeln, nimmt aber häufig auch baumartige Dimensionen an.

Schnitt und bester Standort für Magnolien

Schnittmaßnahmen sind übrigens bei beiden Magnolien kaum notwendig. Falls doch einmal etwas Holz entfernt werden muss, so sollte das am besten direkt nach der Blüte geschehen. Wichtig für einen schönen Wuchs ist ein freier, aber trotzdem möglichst wind- und frostgeschützter, heller Standort. Frischer, durchlässiger und nahrhafter Boden mit leicht saurem ph-Wert ist ideal.

Sollte es im Sommer zu trocken sein, muss eventuell gewässert werden. Eine Mulchschicht bewahrt den Wurzelbereich vor zu schneller Austrocknung, lockt aber unter Umständen auch Schnecken an. Das flach unter der Erdoberfläche ausgebildete Wurzelsystem der Magnolien kann durch Hacken und Graben beschädigt werden. Deshalb wird derlei Bodenbearbeitung manchmal übel genommen.

Die Sternmagnolie – sie kann den Frühling kaum erwarten

Die Blüten der Sternmagnolie erscheinen besonders früh im Jahr: normalerweise im Zeitraum von März bis April. Frost kann deshalb die zarte Pracht leider schnell zunichte machen. An halbschattigen Standorten öffnen sich die Knospen etwas später als in der vollen Sonne. Die Pflanzen bekommen dort aber trotzdem noch ausreichend Licht, um genügend Blüten zu bilden. Ein Platz im Schatten wirkt sich jedoch nachteilig auf die Blühleistung aus. In ihrer japanischen Heimat wächst die Sternmagnolie in offenem, sonnigem Gelände auf sumpfig-feuchtem Boden.

Die Tulpenmagnolie – eine Diva, die sich gern bewundern lässt

Etwas später als die Sternmagnolie beginnt die Tulpenmagnolie zu blühen. Ungefähr ab April erscheinen ihre zahlreichen und großen, tulpenförmigen Blüten, die sehr auffällig und weithin sichtbar sind. Steht sie auf Rasenflächen, vor einer Ziegelmauer oder vor dem dunklen Hintergrund von Nadelgehölzen, gibt es nichts, was von ihrer Pracht ablenkt. So wirkt sie besonders eindrucksvoll und bewundernde Blicke sind ihr sicher.

Die Tulpenmagnolie ist eine Kreuzung, die einst aus den ostasiatischen Arten Magnolia denudata (Yulan-Magnolie) und Magnolia liliiflora (Purpur-Magnolie) hervorging. Étienne Soulange-Bodin erzielte Anfang des 19. Jahrhunderts den ersten Zuchterfolg. Seitdem entstanden zahlreiche weitere Sorten der Tulpenmagnolie, wie zum Beispiel ‘Alexandrina’ und ‘Rustica Rubra’.

Schneeglöckchen – tapfere Frühlingsboten und begehrte Sammelobjekte

Eines der schönsten Sinnbilder für den nahenden Frühling sind wohl in jedem Jahr die Schneeglöckchen. So gut wie nichts kann sie davon abhalten, zu den Ersten im neu beginnenden Blütenreigen zu gehören.

Haben sich diese grazilen und doch so widerstandsfähigen Pflanzen erst einmal im Garten etabliert, erfreuen sie den Betrachter Jahr für Jahr mit ihren zuverlässig erscheinenden Blüten.

Eine Blume, die jeder kennt

das schneeglöckchen

Ein Schneeglöckchen – Foto: © pitrs – Fotolia.com

Das Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) hat als Kulturpflanze in Mitteleuropa einen wohl unübertroffenen Bekanntheitsgrad erreicht. Selbst kleine Kinder erkennen schon das markante Gewächs und bringen es mit dem Frühlingsbeginn in Verbindung.

Verwilderte Kulturformen finden sich häufig in Parkanlagen oder auf alten Friedhöfen, wo sie – oft bereits ab Februar blühend – mit der Zeit große Bestände ausbilden können. Allerdings ist die meist von März bis April blühende Wildform weitaus seltener zu finden und bedarf des Schutzes: Pflücken und Ausgraben sind hier tabu.

Schneeglöckchen als Objekte der Sammelleidenschaft

Da es außer Galanthus nivalis noch einige andere Schneeglöckchen-Arten und zudem Hunderte von Kulturformen gibt, ist das Sammeln dieser zarten Frühblüher im Laufe der Zeit bei einigen Pflanzenkennern zu einem sehr beliebten Hobby geworden. Besonders die Engländer tun sich auf diesem Gebiet schon seit Langem hervor. Erstaunlich, wie unterschiedlich die Blüten sowohl in der Form als auch in der Musterung ausgestaltet sein können!

Die Fruchtknoten und Saftmale (Flecken auf den Blütenblättern, die Insekten als „Wegweiser“ zur Nahrungsquelle dienen) weisen neben der bekannten grau- oder blaugrünen Färbung bei einigen Sorten auch gelbliche Nuancen auf. Form und Größe der Laubblätter variieren ebenfalls deutlich.

So funktioniert die Ansiedlung im Garten

Der ursprüngliche Lebensraum des Kleinen Schneeglöckchens lässt sich ungefähr so beschreiben: Es liebt frische bis feuchte Böden, die außerdem locker und humusreich sind und siedelt sich gern in der Nähe laubabwerfender Gehölze an. Daraus lassen sich einige Schlüsse für die erfolgreiche Ansiedlung im Garten ziehen. Während der Blüte oder kurz danach können Schneeglöckchen am erfolgreichsten verpflanzt werden.

Aus diesem Grund finden Verkaufs-Veranstaltungen rund um die begehrten Sammelobjekte auch nicht im Herbst, sondern im Frühling statt, wenn die Pflanzen noch ihren Blütenschmuck zeigen. Sammler können außerdem so gleich vor Ort das Erscheinungsbild ihrer Favoriten beurteilen und kaufen nicht die berühmte „Katze im Sack“. Für Ameisen sind die nährstoffreichen Anhängsel der Samen interessant. Dadurch tragen die emsigen Tiere mit zur Weiterverbreitung bei. Übrigens sind Schneeglöckchen in allen Pflanzenteilen giftig.

Die Bedeutung im phänologischen Kalender

Da sich die Natur bekanntlich nach ihren eigenen Gesetzen und nicht unbedingt nach den Kalenderdaten der Menschen richtet, gibt es einen sogenannten phänologischen Kalender, der im Gartenbau und in der Landwirtschaft wichtige Anhaltspunkte für den optimalen Zeitpunkt bestimmter Tätigkeiten (z. B. Aussaat- oder Erntebeginn) liefert.

Auch das Schneeglöckchen spielt hier eine Rolle als Zeigerpflanze: Seine ersten Blüten kennzeichnen neben denen von Haselnuss, Schwarzerle und Salweide den Vorfrühling und damit den allmählichen Beginn der Feld- und Gartenarbeit.

Der Garten im Winterkleid – dekorative Pflanzen für die karge Jahreszeit

In den Wintermonaten, wenn etliche Pflanzen eine Ruhepause einlegen und die Farben gedämpfter erscheinen, offenbaren alle Gärten ihre Grundstruktur. Ist über Nacht der erste Schnee gefallen, wirken sie am Morgen danach manchmal wie nostalgische Schwarz-Weiß-Fotos. Jetzt sind Farben und Düfte doppelt kostbar und werden daher auch viel bewusster wahrgenommen. Einige wenige Pflanzen vollbringen das Kunststück, auch im Winter zu blühen. Andere wirken durch ihre attraktiven Fruchtstände bzw. ihre ungewöhnlichen Laub- und Rinden-Farben. Nadelgehölze (z. B. Eiben) und andere immergrüne Pflanzen (z. B. Buchsbaum) bringen eine Ahnung von Leben in das karge Gartenreich, das jedoch auch im Winter manchmal Überraschendes zu bieten hat.

Überraschende Farben und Düfte

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Christrosen – Foto: orangegelb345, flickr.com

Wie erstaunlich ist es doch immer wieder, die Blüten der Christrosen (Helleborus niger) im Schnee zu entdecken! Wer den süßen Duft von Viburnum x bodnantense (Duftschneeball) mitten im Winter plötzlich wahrnimmt, traut vielleicht kaum seinen Sinnen, bis er die weiß-rosa Blüten entdeckt, die mit etwas Glück von November bis Februar erscheinen. Leuchtend gelb erblüht manchmal schon im Dezember der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum). Die verschiedenen Sorten der Schneeheide (Erica carnea) gibt es sowohl mit rosafarbenen als auch mit weißen Blüten. Zu den zuverlässigen immergrünen Bodendeckern gehören Efeu (Hedera helix), Kleines Immergrün (Vinca minor) und Kriechspindel (Euonymus fortunei). Mit dem silbergrauen Laub von Lavendel lassen sich ebenfalls gute Wirkungen erzielen.

Auffällige Rinde der Gehölze in den Wintermonaten

Manche Gehölze müssen, um aufzufallen, nichts weiter tun, als ihre Blätter abzuwerfen. Dadurch kommt ihre schön gefärbte Rinde dann voll zur Geltung. Es sollte allerdings dafür gesorgt werden, dass immer genügend junges Holz nachwachsen kann, da dieses meist eine besonders auffällige Farbe besitzt. Die Sorten des Tatarischen Hartriegels (Cornus alba) prunken mit leuchtend roten Zweigen, während das Holz von Cornus stolonifera ‘Flaviramea’ gelb schimmert. Der Schlangenhautahorn (Acer pensylvanicum) macht mit seiner außergewöhnlichen Stammrinde seinem Namen alle Ehre und auch der Zimtahorn (Acer griseum) ist etwas Besonderes.

Schöne Früchte und Samenstände

Mit interessanten, violetten Früchten überrascht die Schönfrucht (Callicarpa bodinieri). Bei der Europäischen Stechpalme (Ilex aquifolium) ist zu beachten, dass sich nur an weiblichen Pflanzen die roten Beeren entwickeln. Rosa multiflora, eine Wildrosenart, bildet viele dekorative Hagebutten aus. Unter den Zieräpfeln gibt es unzählige Sorten, von denen eine schöner ist als die andere. Die unterschiedlichen Samenstände der Gräser können einen sehr aparten Winterschmuck ergeben, wenn sie im Herbst nicht abgeschnitten werden. Ähnliches gilt auch für viele andere Pflanzen, wie zum Beispiel Sedum und Edeldisteln.

Achtung! Einige der aufgeführten Pflanzen sind für Menschen und Haustiere giftig.

Blumenzwiebeln setzen – Jetzt schon an den Frühling denken

Wenn der Garten zu Beginn des neuen Jahres noch kahl und grau erscheint, sorgen früh blühende Zwiebelpflanzen für die ersten Farbtupfer. Besonders, wenn sie in großen Mengen gleichzeitig erblühen, ruft ihr Anblick immer wieder freudiges Erstaunen hervor.

Wachstumszyklus der verschiedenen Pflanzen im Garten

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Gladiolen Blumenzwiebeln – Foto: weisserstier, flickr.com

Zwiebelpflanzen, die im Frühjahr blühen, werden meist im Herbst in die Erde gebracht. Dort bilden sie relativ schnell Wurzeln aus. Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen erscheinen im neuen Jahr die Triebspitzen. Zügig entwickeln sich die Pflanzen nun weiter. Nach der Blüte vergilbt das Laub.

Das ist zwar kein sehr schöner Anblick, trotzdem muss es bis zur vollständigen Welke an Ort und Stelle bleiben. Erst dann haben die Zwiebeln genügend Nährstoffe für die kommende Blühperiode gespeichert und ihre Ruhephase beginnt. Stauden, die nach dem „großen Auftritt“ der Zwiebelgewächse optisch in den Vordergrund treten, können mit ihren Blättern das welkende Laub ihrer „Vorgänger“ verdecken.

Verwelkte Blüten dürfen – im Gegensatz zu den Blättern – ruhig abgeschnitten werden, sofern es nicht gewünscht ist, dass sich die Pflanzen durch Samen vermehren.

Kauf und Vermehrung von Blumenzwiebeln

Beim Kauf von Blumenzwiebeln sollte unter anderem darauf geachtet werden, dass sie möglichst groß, druckfest, prall und relativ schwer sind. Beschädigte Exemplare oder solche mit eingerissenen Zwiebelhäuten sind abzulehnen. Der Austrieb darf noch nicht zu sehen sein. Im Idealfall bestehen die Speicherorgane der Narzissen aus zwei Zwiebeln, den sogenannten „Doppelnasen“.

Die meisten Zwiebelpflanzen bilden Brut- und Tochterzwiebeln, die für „Nachwuchs“ sorgen. Wird ein „Verwildern“ der Pflanzen (z. B. auf Wiesen oder unter Gehölzen) angestrebt, so ist das Aussamen eine weitere willkommene Möglichkeit der Vermehrung.

Verwendung von Zwiebelpflanzen im Garten

Für fast jeden Gartenbereich gibt es die passenden Zwiebelpflanzen. Durchlässiger Boden ohne Staunässe wird von den meisten bevorzugt. Die beliebten Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) wachsen besonders gut in der Nähe von Gehölzen, weil es dort etwas schattig ist. Auch das Atlantische Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta) mag Gehölze als Nachbarn.

Tulpen und viele Arten des Zierlauchs (z. B. Allium aflatuense) fühlen sich sehr wohl auf sonnigen Beeten. Der Steingarten ist besonders gut geeignet für die kleinwüchsigen botanischen Tulpen-Arten (z. B. Tulipa tarda oder Tulipa kaufmanniana). Dichter-Narzissen (Narcissus poeticus), Elfen-Krokusse (Crocus tommasinianus) und Blausterne (z. B. Scilla siberica) lassen sich auf Rasenflächen verwildern.

Am Gewässerrand und auf feuchten Wiesen finden Knotenblumen (z. B. Leucojum aestivum) und Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris) geeignete Wachstumsbedingungen. Wiesen mit Zwiebelgewächsen dürfen erst spät im Jahr gemäht werden, wenn das Laub der Pflanzen vollständig verwelkt ist.

Kletterrosen pflanzen – so wird es richtig gemacht

Rosen sorgen in jedem Garten für einen Hauch von Eleganz und Romantik. Als Königin der Blumen besticht sie mit ihrer Farben- und Formenvielfalt sowie vielfach mit einem zarten, einzigartigen Duft.

rosa kletterroseNeben Englischen Rosen, die nostalgisch und mondän in einem Beet wirken, werden auch Kletterrosen gern für Pergolen, Zäune, Spaliere, Lauben oder Tore zur Begrünung genutzt.

Kletterrosen verfügen nicht über Ranken wie etwa die Erbsen, sondern können dank des Spreizwuchses der Triebe an Kletterhilfen emporklimmen. Sie erreichen Wuchshöhen von bis zu fünf Metern und können gefüllt, aber auch ungefüllt in den Farben Weiß, Gelb, Violett, Rosa oder Orange blühen.

Der richtige Standort für Kletterrosen

Kletterrosen mögen wie alle Rosen sonnige, warme Plätze. Außerdem sind windgeschützte Lagen zu bevorzugen. Unter Bäumen oder an schattigen Nordwänden kümmern sie schnell und bilden zudem nur wenige Blüten aus.

Pflanzzeit für Kletterrosen

Eine Herbstpflanzung bei frostfreiem Wetter in der Zeit von Oktober bis Dezember ist einer Frühjahrspflanzung von März bis Mai vorzuziehen. Mitunter bilden im Herbst gepflanzte Kletterrosen dann bereits neue Wurzeln und treiben im nächsten Frühjahr kräftig aus, sodass auch erste Blüten zu bewundern sind. Auch die Englische Rose ist so zu pflanzen.

Kletterrosen, die in Containern geliefert werden, können jedoch das gesamte Jahr über eingepflanzt werden, sofern der Boden nicht gefroren ist.

Die idealen Pflanzabstände

Da Kletterrosen entsprechend ihrer Abstammung sehr unterschiedlich in ihrer Wüchsigkeit sind, empfiehlt sich ein Pflanzabstand zwischen eineinhalb bis zu zwei Metern.
Eine Rankhilfe sollte sich in etwa fünfzig Zentimeter Abstand befinden. (Quelle: www.gaerten-schlueter.de)

Bodenvorbereitung und Pflanztechnik

Bevor die Pflanzung durchgeführt wird, sollte auf einen ausreichend trockenen Boden geachtet werden. Der Boden darf auf keinen Fall von Feuchtigkeit gesättigt sein, da dies eine Fäulnis der Wurzeln begünstigen würde.

Bis in fünfzig Zentimeter Tiefe sollte der Boden gut gelockert werden. Dabei sollten die einzelnen Bodenschichten jedoch nicht verändert werden. Am besten eignet sich gut eingewachsener Gartenboden, der weder zu tonhaltig, noch zu nass ist.

Die Wurzeln der Kletterrosen sollten niemals trocken werden, daher empfiehlt sich das zwölfstündige Wässern der Pflanzen.

Kurz vor der Pflanzung schneidet man mit einer scharfen Gartenschere die Wurzeln stark zurück. Es verbleiben die Wurzeln mit einer Länge von etwa fünfundzwanzig Zentimetern.

Das Pflanzloch sollte in einer Tiefe von etwa dreißig bis vierzig Zentimetern ausgehoben werden. Anfangs sollte die Pflanze etwas tiefer im Pflanzloch stehen, damit sie beim Einfüllen der Erde leicht herausgezogen werden kann, sodass die Erde alle Zwischenräume gut ausfüllen kann.
Durch anschließendes festes Andrücken der Erde wird außerdem gewährleistet, dass alle Hohlräume gut mit Erde ausgefüllt sind.
Zum Schluss wird die Pflanze ausreichend angegossen.

Mit Farbe im Garten durch den nebelgrauen Herbst

Wem das Farbenspiel der fallenden Blätter im Herbst nicht reicht, der kann sich im Vollherbst nochmal Farbe in die Beete pflanzen.

Mit dem Efeu ist Ihr Garten auch im Winter grün

Der Efeu im Winter

Efeu von gweni63 (Flickr.com)

Der Efeu bildet mit seinen immergrünen Blättern die Basis der herbstlichen Farbenpracht. Er symbolisiert auch Treue, Unsterblichkeit und ewiges Leben. Wenn Sie genügend davon im Garten haben, können Sie ihn auch abschneiden und für Allerheiligengestecke, Tischdekorationen oder herbstliche Türkränze verwenden.

Auch in Blumenkisten oder herbstlich bepflanzten Töpfen beim Hauseingang macht er viel her. Natürlich wurden auch hiervon zahlreiche Formen gezüchtet.

Besonders schmuck sind Efeusorten mit weißen Blatträndern. Sie müssen aber bedenken, je dunkler das Blattgrün umso frostbeständiger ist die Efeusorte.

Bodendecker für schattige und sonnige Plätze

Auch immergrüne Bodendecker können das Braun des Herbstgartens eindämmen. Außerdem hat das Unkraut bei einem dichten Teppich aus unterschiedlichen Bodendeckerpflanzen keine Chance. Sie könnten zum Beispiel Pachysandra, Efeu, immergrüne Heckenkirsche, Haselwurz für schattige Plätzchen und Bodendeckerrosen pflanzen . Auch Sandthymian, Fiederpolster, Kriechwacholder und Wollziest wären geeignet, wollen aber ein Sonnenplätzchen.

Lassen Sie Ihren Garten im Herbst in allen Farben erblühen

Nun kommen wir zu den farblichen Akzenten im Herbst. Diese können Sie vor allem mit Stiefmütterchen, Alpenveilchen oder Eriken erzielen. Das Stiefmütterchen blüht dank unzähliger Sorten bereits in fast allen Farben. Auch Erika finden sie in weiß oder rosarot. Auch Chrysanthemen passen gut in den bunten Herbstgarten. Sie sind höherwachsend und wuchern. Jedes Jahr vergrößert sich so das Farbenmeer in Ihrem Garten von alleine. In unterschiedlichsten Farben, Wuchs- und Blütenformen erhältlich, strahlen Chrysanthemen auch bei frostigen Temperaturen noch in voller Pracht.

Herbstliche Gestecke für den Gartentisch

Ihren Gartentisch, den Hauseingang oder den Balkon können Sie jetzt mit herbstlichen Gestecken schmücken. Besonders im Trend liegen dabei heuer Naturmaterialien, die Sie auch bei einem ausgedehnten Herbstspaziergang mit Ihrer Familie sammeln können. Reisig mit Zapfen, rote Hagebutten und andere farbige Fruchtstände sind ein ideales Dekorationsmaterial für die kalte Jahreszeit. Nach dem kalten Winter folgt aber auch mit Sicherheit wieder ein warmer Frühling.

Im Herbst Blumen für das Frühjahr pflanzen

Wenn Sich auch im Frühling die Farbenpracht Ihres Gartens genießen wollen, dann sollten Sie schon jetzt vorbauen und nicht vergessen zahlreiche Blumenzwiebeln zu vergraben. Mischen Sie unterschiedliche Zwiebeln durch und vergraben Sie sie in Gruppen, das macht im Frühling ein natürlicheres und abwechslungsreicheres Bild, als es zum Beispiel altbekannte, homogene Tulpenreihen tun.

Was man sonst noch so im Winter mit dem Garten anfangen kann, ist auch hier nachzulesen.