Blumenzwiebeln setzen – Jetzt schon an den Frühling denken

Wenn der Garten zu Beginn des neuen Jahres noch kahl und grau erscheint, sorgen früh blühende Zwiebelpflanzen für die ersten Farbtupfer. Besonders, wenn sie in großen Mengen gleichzeitig erblühen, ruft ihr Anblick immer wieder freudiges Erstaunen hervor.

Wachstumszyklus der verschiedenen Pflanzen im Garten

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Gladiolen Blumenzwiebeln – Foto: weisserstier, flickr.com

Zwiebelpflanzen, die im Frühjahr blühen, werden meist im Herbst in die Erde gebracht. Dort bilden sie relativ schnell Wurzeln aus. Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen erscheinen im neuen Jahr die Triebspitzen. Zügig entwickeln sich die Pflanzen nun weiter. Nach der Blüte vergilbt das Laub.

Das ist zwar kein sehr schöner Anblick, trotzdem muss es bis zur vollständigen Welke an Ort und Stelle bleiben. Erst dann haben die Zwiebeln genügend Nährstoffe für die kommende Blühperiode gespeichert und ihre Ruhephase beginnt. Stauden, die nach dem „großen Auftritt“ der Zwiebelgewächse optisch in den Vordergrund treten, können mit ihren Blättern das welkende Laub ihrer „Vorgänger“ verdecken.

Verwelkte Blüten dürfen – im Gegensatz zu den Blättern – ruhig abgeschnitten werden, sofern es nicht gewünscht ist, dass sich die Pflanzen durch Samen vermehren.

Kauf und Vermehrung von Blumenzwiebeln

Beim Kauf von Blumenzwiebeln sollte unter anderem darauf geachtet werden, dass sie möglichst groß, druckfest, prall und relativ schwer sind. Beschädigte Exemplare oder solche mit eingerissenen Zwiebelhäuten sind abzulehnen. Der Austrieb darf noch nicht zu sehen sein. Im Idealfall bestehen die Speicherorgane der Narzissen aus zwei Zwiebeln, den sogenannten „Doppelnasen“.

Die meisten Zwiebelpflanzen bilden Brut- und Tochterzwiebeln, die für „Nachwuchs“ sorgen. Wird ein „Verwildern“ der Pflanzen (z. B. auf Wiesen oder unter Gehölzen) angestrebt, so ist das Aussamen eine weitere willkommene Möglichkeit der Vermehrung.

Verwendung von Zwiebelpflanzen im Garten

Für fast jeden Gartenbereich gibt es die passenden Zwiebelpflanzen. Durchlässiger Boden ohne Staunässe wird von den meisten bevorzugt. Die beliebten Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) wachsen besonders gut in der Nähe von Gehölzen, weil es dort etwas schattig ist. Auch das Atlantische Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta) mag Gehölze als Nachbarn.

Tulpen und viele Arten des Zierlauchs (z. B. Allium aflatuense) fühlen sich sehr wohl auf sonnigen Beeten. Der Steingarten ist besonders gut geeignet für die kleinwüchsigen botanischen Tulpen-Arten (z. B. Tulipa tarda oder Tulipa kaufmanniana). Dichter-Narzissen (Narcissus poeticus), Elfen-Krokusse (Crocus tommasinianus) und Blausterne (z. B. Scilla siberica) lassen sich auf Rasenflächen verwildern.

Am Gewässerrand und auf feuchten Wiesen finden Knotenblumen (z. B. Leucojum aestivum) und Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris) geeignete Wachstumsbedingungen. Wiesen mit Zwiebelgewächsen dürfen erst spät im Jahr gemäht werden, wenn das Laub der Pflanzen vollständig verwelkt ist.

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