5 Tipps gegen Unkraut im Rasen

Unkraut in der Rasenfläche ist nicht nur ambitionierten Gärtnern ein Graus, es ist auch unerwünscht, weil es den Stauden Wasser und damit Nährstoffe raubt. Bekämpft man Unkraut nicht rechtzeitig, kann es die liebevoll gepflegten Zierpflanzen völlig verdrängen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Unkraut im Rasen zu bekämpfen. Dabei muss man zwischen biologischen und chemischen Methoden unterscheiden.

unkraut per hand entfernen

Unkraut ohne Chemie bekämpfen

Bevor man den ungeliebten Pflanzen mit Chemie zu Leibe rückt, sollte man es erst einmal mit mechanischen Methoden versuchen.

Meist sind chemische Lösungen zwar für die schnelle Hilfe brauchbar, verhindern aber nicht dauerhaft das Nachwachsen von Unkraut. Zudem belasten sie den Boden, töten Mikroorganismen ab und schädigen das Grundwasser, sind also alles andere als umweltverträglich.

Das richtige Saatgut wählen

Meist ist Nährstoffmangel an der Ausbreitung von Unkraut schuld. In den Lücken, in denen die Gräser nicht richtig wachsen können, macht sich in kürzester Zeit Unkraut breit. In Verbindung mit Wassermangel kann sich das Unkraut dann großflächig verteilen. Auch qualitativ minderwertige Rasensorten regenerieren schlechter oder sind sogar schon vom Hersteller mit Unkrautsamen durchsetzt. So bildet sich erst gar keine durchgängige Grasnarbe.

Kochendes Wasser

Mit kochendem Wasser kann man Unkraut sehr schnell beseitigen. Einfach über die Pflanzen gießen und ein wenig abwarten. Nachdem es getrocknet ist, kann man Löwenzahn & Co. problemlos entfernen. Diese Methode ist effektiv und ökologisch.

Verhindern, dass es zur Blüte kommt

Wer bei Samenblühern rechtzeitig die Blütenköpfe abschneidet, verhindert, dass sich die Samen ausbreiten. So entwickelt sich erst gar kein Unkraut. Auch dieser Weg ist absolut umweltverträglich, lohnt sich aber nur bei kleineren Flächen.

Unkraut mitsamt Wurzeln ausstechen

Wer sich die Mühe macht, Unkraut mitsamt Wurzel auszustechen, hat deutlich länger Ruhe vor neuen „Plagegeistern“. Diese Vorgehensweise ist aber nur bei kleineren Rasenflächen und bei vereinzelt auftretenden Unkräutern angebracht. Man benötigt lediglich eine Metallschaufel sowie ein scharfes Gartenmesser. Diese Vorgehensweise hilft bei weißem Klee, einem sehr hartnäckigen Unkraut. Disteln lassen sich sogar recht leicht von Hand ausstechen. Dabei muss die lange Pfahlwurzel aber vollständig entfernt werden.

Rasen möglichst kurz halten

Wer den Rasen regelmäßig mäht, ist auch sicherer vor Unkraut, da diese Pflanzen darauf empfindlich reagieren. Durch das Kurzhalten verhindert man außerdem, dass sich Blüten und Samen bilden, die eine Ausbreitung erst richtig in Gang setzen würden.

Abhilfe mit Chemie

Chemie sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Wege nicht funktionieren. Die am Markt erhältlichen Unkrautvernichter bringt man nur partiell auf, wenn die Pflanzen eine entsprechende Blattgröße vorweisen. Die Chemikalie wird über die Blätter aufgenommen und die nebenstehenden Pflanzen bleiben somit relativ unangetastet. Weitere Tipps gibts auf dieser Seite.

Gut eine Woche nach dem Ausbringen sterben die Pflanzen dann ab. Zwischen dem Mähen und dem Ausbringen des Unkrautbekämpfers sollten mindestens fünf Tage liegen, in denen die Pflanzen entsprechend viel Blattfläche entwickelt haben. Am besten bringt man diese Stoffe zwischen Mai und September aus, wenn auch die Nachttemperaturen nicht unter 10 °C sinken, denn Kälte verhindert die Aufnahme des Stoffes.

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